WBADMIN Backup auf Netzlaufwerk / manuelle Windows Sicherung

Kategorie: Windows
Publikationsdatum: 13.08.2012
Jeder Computer auf dem wichtige Daten vorhanden sind, sollte ausreichend gesichert und geschützt werden. So bietet es sich an, Sicherungen einzurichten. Interne sowie externe Sicherungen.

Um einen Computer auf ein Netzlaufwerk zu sichern, ist es nötig mit einer Batch-Datei und einer Aufgabenplanung zu arbeiten, da der Windows Sicherungsassistent nur eine Sicherung unterstützt.

Hier ein Tutorial, wie man eine Batch-Datei zur Sicherung eines Systems erstellt:

1.) Neue Textdatei erstellen und Sicherung.bat (je nachdem wie sie heißen soll) nennen. Um eine .txt Datei in eine .bat Datei ändern zu können, müssen in den Ordneroptionen erst die bekannten Dateiendungen eingeblendet werden.

2.) Batch Datei - Syntax bzw. Befehl für die Sicherung einfügen

WBADMIN START BACKUP -backupTarget:%NAS%%FREIGABE% -include:%DATEN% -user:%USER% -password:%PASSWORD% 
-allCritical -vssFull –quiet
 

Zur Erklärung:
 

WBADMIN START BACKUP 
ruft die Windows Sicherung manuell auf und kann so mehrere Sicherungen parallel ausführen, obwohl die Sicherung eigentlich nur eine per Assistent konfigurieren kann.
 
hier wird das Ziel angegeben. Ein NAS wird so angegeben:
-backupTarget:

-backupTarget:NASFreigabe - so wird ein NAS angegeben
-backupTarget:C: - so wird ein ganzes Laufwerk angegeben

-include:
gibt an welche Laufwerke oder Ordner gesichert werden sollen. Die Syntax verhält sich Analog zu -backupTarget:.
 
-user: bzw. -password:
Ist eine Freigabe auf einer NAS eingerichtet, kann dies angegeben werden, sofern sie passwortgeschützt ist. Das ist bei einem NAS empfohlen, da die Festplatte und somit auch die Daten im Netz hängen, und aus diesem Grund ohne Passwort und User nicht so sicher sind, wie interne Sicherungen. Bei internen Festplatten, oder USB /eSATA Geräten wird user/password nicht benötigt.
 
-allCritical:
Schließt alle Systemdateien mit ein. So können eben gesamte Systemabbilder erstellt werden, und der gesamte Bereich eines Betriebssystems wird mitgesichert, ohne dass die Sicherung nachfragt, abbricht oder es zu Berechtigungsproblemen kommt.
 
-vssFull:
aktualisiert die Backup-History. mit diesem Befehl in der Batch-Datei, wird im Log die Veränderung einzelner Dateien mitgeschrieben, was für eine Versionierung und bessere Übersicht steht. Sollte nur mit der Windows Sicherung und nicht mit anderen Sicherungsprogrammen verwendet werden.
 
-quiet:
Die Batch-Datei (in diesem Fall die Sicherung) wird ohne dass der User etwas bemerkt (also eben quiet - still) im Hintergrund gemacht.

3.) Die Batch-Datei wird dann in der Aufgabenplanung als Aktion ausgewählt. Hier können auch Trigger für die Zeitsteuerung angelegt werden. Wichtig ist hierbei, dass der Benutzer Administratorrechte haben muss, und optimalerweise auch in der Gruppe "Sicherungs-Operatoren" ist. Das ganze wird gespeichert, fertig.

4.) Sicherungen regelmäßig überprüfen
Sicherungen sollten 1x im Monat auf ihre problemlose Funktion geprüft werden. Nur Sicherungen die fehlerfrei und zuverlässig ausgeführt werden, können gegebenenfalls verlorene Daten ersetzen.

Stichwörter: WBadmin, Netzlaufwerk Sicherung, externe Sicherung, manuelle Sicherung
 
 
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